Die ewige Jagd

„Was du nicht hast, dem jagst du ewig nach,
Vergessend, was du hast.“
(William Shakespeare)

10-3-2017

In einem fort jagen wir nach irgendwelchen materiellen und immateriellen Dingen und verlaufen uns in diesem Trieb immer mehr haben zu wollen. Es kann viele Gründe dafür geben warum wir dies tun. Meist ist es aber der Angst vor Verlust, vor dem Versagen oder ganz und gar vor uns Selbst. So sind wir immer danach bestrebt nach Liebe, Anerkennung, Lob, Geld für Güter und nach dem Glück zu jagen. Wir verlaufen uns in all dem Überangebot, welches wir heute zur Verfügung haben und werden blind für das Wesentliche, noch mehr für all die Dinge die wir schon haben. Wir sehen alles was wir haben als selbstverständlich an und schenken ihnen nicht mehr den Wert zu, den sie eigentlich bedürfen, ebenso wie wir noch mehr brauchen um irgendeinen Status zu erfüllen, der anzeigt, wir sind erfolgreiche Menschen. Nur wer setzt das Maß für Erfolg? Wir rennen durch die Tage und spüren auch nicht wie die Zeit unseres Lebens verrinnt, ebenso wie die Jagt uns lähmt in unserem Handeln und Tun. Wir jagen nach dem großen Glück, welches sowieso nicht in dem Materialismus liegt. Wir sind mit der Suche so sehr beschäftigt, das wir nicht bemerken, das wir alles was wir Suchen eigentlich schon haben und wir es nur zugestellt haben, mit allem was in unserem Kopf herumschwirrt oder mit allem was wir in unserem Laufe des Lebens angesammelt haben. Wir können nicht mehr klar sehen und wie sollen wir dann die rechten Entscheidungen treffen, wenn wir unsere Wege nicht mehr erkennen können oder unser Herz vor Angst so verschlossen ist, das wir das Fühlen in unserem Rennen verloren haben.

Umso wichtiger ist es Stopp zu sagen. Anzuhalten, loszulassen und sich und das Leben so anzunehmen wie es ist.

Wir sind voll mit unendlichem Wissen und können es nicht anwenden, weil wir immer nach höheren Zielen jagen und der festen Überzeugung sind, dass wir am Ende des Ziels endlich glücklich sind. Nur was ist wenn wir das Ziel erreicht haben. Es entsteht eine Lücke, die es aufzufüllen gilt. So befinden wir uns wieder in dem Rad der Zeit und laufen wie ein Hamster im Kreis.

Erst wenn wir einen Stopp einlegen, werden wir erkennen können, dass wir in dem Irrglauben leben. Wenn wir nicht beginnen etwas zu ändern, wenn wir nicht beginnen achtsamer mit uns und unserer Zeit zu sein, dann werden wir eines Tages alles verlieren ohne dass wir es merken. Ebenso wie wir alle Kraft auf etwas gerichtet haben, was wir nicht brauchen, weil das was wir suchen, wonach wir streben, liegt schon in uns. Wir müssen uns nur den Augenblick zum erkennen nehmen. Wir müssen loslassen um die Veränderung zuzulassen und dann können wir auch den Weg des Lebens sehr bewusst leben, weil wir erkennen, dass es nicht das Ziel ist welches uns glücklich macht, sondern das es der Weg ist. Der Weg mit den Aufgaben die uns bestimmt sind und uns erfüllen. Ein Weg der vielleicht nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht, aber es ist der Weg, der uns glücklich macht.

Es ist der Weg, der uns und dem Leben näher bringt und unsere Herzen vollends mit Leben und Liebe erfüllt. Dann werden wir auch nicht mehr jagen und suchen, sondern einfach nur noch leben wollen. Denn wir brauchen nicht viel zum Glücklich sein, einfach nur den Augenblick, klar und bewusst, im Hier und Jetzt.

Euer Emma

Advertisements

3 Kommentare zu „Die ewige Jagd

Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: